Kunst als kulturelle Praxis verstanden
Aktuelle Kunst hat im Frankfurter Kunstverein schon immer ihren Ort gefunden. Kunstvereine wurden im frühen 19. Jahrhundert in zahlreichen deutschen Städten gegründet. Ihr Ziel bestand bereits damals in der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Mit der Gründung des Frankfurter Kunstvereins 1829 bestand seine Funktion zunächst vor allem in einer engen Kooperation mit dem Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main und dem Ankauf von Werken für dessen Sammlung. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf eigene Ausstellungsaktivitäten und die Präsentation noch nicht etablierter, später jedoch richtungsweisender Künstler und künstlerischer Entwicklungen. Im frühen 20. Jahrhundert zeigte der Frankfurter Kunstverein beispielsweise Werke von Max Beckmann, als dieser noch kaum bekannt war. Nach dem 2. Weltkrieg profilierte sich der Kunstverein mit international ausgerichteten Einzelausstellungen und thematischen Gruppenausstellungen, auch hier mit Fokus auf das Aufspüren wichtiger Tendenzen. Diese Arbeit wird von uns seitdem auf kontinuierlich hohem Niveau fortgeführt. Raum für Experimente ist uns wichtig, ebenso die Neuentdeckung wegweisender Positionen.