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Der Frankfurter Kunstverein plant zukünftig im oberen Stockwerk des Hauses eine Gästewohnung für Künstler, Kuratoren und Kulturproduzenten einzurichten. Hier stehen geeignete Räumlichkeiten zu Verfügung, in denen zwei Wohn- und Atelierräume eingerichtet werden sollen. Bisher ist das "Residency Program" vorerst noch in Planug, voraussichtlich wird es aber schon in diesem Jahr möglich sein, die Wohnung fertig zustellen und die ersten Gäste dort unter zubringen.

Die Aufgabe einer Institution wie dem Frankfurter Kunstverein ist nicht nur, aktuelle Kunstproduktionen zu präsentieren und zu reflektieren, sondern auch durch eine langfristige und intensive Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden aus unterschiedlichen Sparten und Generationen zukünftige Ideen und Modelle zu entwickeln.

Auch wenn die Räumlichkeiten bisher noch nicht umgebaut sind, werden sie bis zur Fertigstellung der Gästewohnung von unterschiedlichen Künstlern bespielt. Die Präsentationen dienen dazu, mögliche Chancen dieser Einrichtung zu verdeutlichen und potentielle Partner für das Programm zu gewinnen. In diesem Rahmen präsentiert als erster „Gast“ des geplanten Recidency Programs Francesc Ruíz ( Barcelona, 1971) ab dem 4. April seine Arbeiten im oberen Stockwerk des Frankfurter Kunstvereins.

Der aus Barcelona stammende Künstler arbeitet meist ortspezifisch mit Bezug zum jeweiligen sozialen Kontext. Die Zeichnung dient ihm dabei als Ausdrucksmittel, mit dem er persönliche Erlebnisse in spezifischen räumlichen Gegebenheiten zeichnerisch nacherzählt. Im Hinblick auf soziale Zusammenhänge interessieren ihn besonders die Erwartungen, die meist schon im Voraus unsere Wahrnehmung beeinflusst.

Ruíz wird kurz vor der Wiedereröffnung des Kunstvereins Ende März nach Frankfurt kommen. In den zukünftigen Räumen der geplanten Gästewohnung wird er ab dem 4. April ältere Arbeiten sowie erste Skizzen seiner Arbeit vor Ort präsentieren. Anschließend hält er sich weitere drei Monate in Frankfurt auf und wird die Stadt dabei als Ausgangspunkt für neue ortspezifische Arbeiten nutzen. Dem Besucher wird so die Möglichkeit gegeben, die Entwicklung seiner Arbeit im Frankfurter Kunstverein kontinuierlich zu verfolgen und über die Ergebnisse mit dem Künstler selber in Austausch zu treten.

 

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